Future-Baits, Karpfenblog, Jahresrückblick

Jahresrückblick 2016 von Steffi


Wenn ich auf das Jahr 2016 zurückblicke muss ich sagen, dass dieses Jahr für mich ein sehr emotionales und fischreiches Jahr war. Ich hab viel erlebt und daher habe ich meine schönsten Momente und Fänge für Euch in einem Jahresrückblick zusammengefasst.

Das Jahr 2016 begann bereits sehr aufregend, da ich gemeinsam mit meiner besseren Hälfte und unseren zwei Angelfreunden einen Angelurlaub für Mai planten. Nach langer Recherche im World Wide Web hatte ich ein sehr interessantes und für uns unbekanntes Gewässer in der Nähe von Braunschweig gefunden. Nachdem unser Urlaub für Mai genehmigt war, beschlossen wir bei einem gemütlichen Treffen die Buchung vorzunehmen. Die Vorfreude war riesengroß. 

Anfang März wechselte ich in das Future-Baits Team und somit begann für mich auch die Saison 2016. Ich musste mir über das riesige Angebot der Baits etc. erstmal einen Überblick verschaffen. „Leider geil“, „Exotic“ und SR-Squid kristallisierten sich zu meinen absoluten Favoriten heraus.



Bei einer Wassertemperatur von 4 Grad startete ich am 27.03. meinen ersten Ansitz. Ich befütterte bereits Tage vorher 2 Spots in der Flachwasserzone. Einen mit dem damaligen Proto „Granny Pussy Juice“ und den anderen mit „Der Gerät“. Mit im Gepäck war weiterhin der Stickmix Krustentier, den ich noch mit gekochten Seidenraupen und Freshwatershrimps verfeinerte. Das IQ D-Rig kam auf beiden Ruten zum Einsatz. Nach dem die Montagen auf den Spots lagen fütterte ich noch großflächig die Futterballen und ca. 250 g der jeweiligen Boilies. 



Das Wetter war entgegen des Wetterberichtes nicht berauschend. Nebel, Südostwind und die versprochenen 15 Grad ließen auch auf sich warten. Die Stunden vergingen. Dann gegen 12 Uhr zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen. Ich hoffte, dass die Karpfen jetzt in die Flachwasserzone ziehen. 12:45 Uhr ertönte mein Bissanzeiger und ich lief schnell zur Rute, da diese sehr nah an überhängenden Bäumen und Unterholz lag. Der erste Fischkontakt für 2016 und ich glaub ich brauch einem das Gefühl nicht zu beschreiben, wenn man den ersten Karpfen für das Jahr in Händen hält. Der Granny Pussy Juice brachte mir somit meinen 1. Karpfen 2016. Ende März/Anfang April konnte ich weitere Karpfen sowie eine riesige Brasse zum Landgang überreden. 



Mitte April hieß es für mich gemeinsam mit meiner besseren Hälfte und unserem Angelkollege auf nach Frankreich zum ersten Nachtangelwochenende für 2016. Die Vorfreude auf die bestehende Session verbrachte ich die Woche über damit, mich nach Feierabend mit der Köder-/Rigauswahl zu beschäftigen und meinen Partikelmix bestehend aus Maple Peas, Kichererbsen, Belachan etc. vorzubereiten. Ich entschied mich an diesem See den „Leider geil“-Boilie als Snowman am Blowback-Rig zu präsentieren. Hierzu ließ ich zwei Kilo der Boilies (14er und 20er) im passenden Leider geil-Dip soaken. Dann hieß es Rigs binden, denn ich wollte auf der einen Rute einen 14er Leider geil mit einem 10er pinken Popup und auf der anderen Rute einen 20er Leider geil mit einem 16er pinken Popup anbieten. Am See angekommen verschaffte ich mir einen groben Überblick, da ich im vergangenen Spätsommer das letzte Mal an diesem Gewässer war. Durch das seit Wochen wechselnde Wetter und den schwankenden Temperaturen (teilweise bis -1 Grad) war es gar nicht so einfach zu entscheiden wo man hin fischen sollte. 




Die Sonne schien und obwohl ich an anderen Gewässern die letzten Wochen in den Flachwasserzonen erfolgreich war, entschied ich mich mein Glück in den tiefen Stellen des Sees zu versuchen. Per Boot fuhr ich die erste Rute raus. Mit der Polarisierungsbrille bewaffnet ging es los zur Spotsuche. In diesem Gewässer herrscht in der Regel starker Krautbewuchs und da wir einen recht milden Winter hatten, musste ich davon ausgehen, dass das Kraut nicht vollständig abgestorben war. Dann entdeckte ich einen Spot und legte die erste Montage (Snowman 20er Leider geil-Boilie und 16er Popup pink) bestückt mit PVA-Foam in der Tiefe des Sees ab. PVA-Foam deswegen, da ich so auf der sicheren Seite bin das die Hakenspitze frei von Kraut am Gewässerboden liegt. Nach dem das Rig am Gewässerboden lag und das PVA-Foam zur Wasseroberfläche hochstieg, fütterte ich großflächig meinen Partikelmix, die gesoakten Leider Geil-Boilies sowie die Savor Pellets "Scopex". Dann ging es weiter mit der Spotsuche. Hier entschied ich mich für eine nicht so tiefe Stelle und legte die Montage mit dem 14er Leider geil-Boilie und dem 10er pinken Popup in Richtung Ufer ab. Auch hier fütterte ich großflächig Partikel, Boilies und Pellets. Am Ufer angekommen gingen wir zum gemütlichen Teil über. Nachdem wir lecker gegrillt und geplaudert hatten legten wir uns gegen 22:30 Uhr schlafen.

Gegen 4 Uhr morgens wurde ich von meinen Bissanzeigern aus dem Schlaf gerissen. Ich raste ans Rod Pod und sah dass ich tatsächlich einen Doppelrun hatte. Ich entschied mich die linke Rute zuerst zu bedienen, da diese etwas näher in Richtung Ufer lag. Mit der Rute in der Hand ging es ab aufs Boot. Da sich die Fische in diesem See im Kraut festsetzen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ich merkte kurze Zeit darauf keinen Widerstand mehr. Ich zog das Rig ohne Fisch aus dem Wasser. Enttäuscht hieß es schnell zurück ans Ufer um die andere Rute zu bedienen. Ich sah dass sich die Rutenspitze ständig bog und dachte schon an einen Wels. Als ich dem Fisch näher kam spürte ich heftige Kopfschläge. Die geflochtene Schnur pfiff durch die Rutenringe und endlich kam etwas an die Oberfläche. Im Schein der Kopflampe sah es aus wie ein Wels. Der Fisch tauchte wieder ab und ich hatte bald keine Kraft mehr im Arm, denn der Fisch hatte richtig Power. Er kam wieder zur Wasseroberfläche und nun sah ich dass es kein Wels war, sondern ein Spiegler mit jeder Menge Kraut im Schlepptau. Er flüchtete wieder in die Tiefe und hatte richtig Speed. Das Kraut schob sich an der Hauptschnur hoch. Dann zeigte sich der Spiegler wieder an der Oberfläche. „Jetzt bloß die Ruhe bewahren und keinen Fehler machen“ schoss mir durch den Kopf. Das Adrenalin sprudelte förmlich in mir. Immer wieder versuchte er unters Boot zu flüchten doch ich hatte ihn unter Kontrolle. Nach 30 Minuten landete er sicher im Kescher. Puh was für ein Glücksgefühl. Am Ufer angekommen wollte ich ihn in die Abhakmatte tragen doch alleine schaffte ich es nicht. Die Waage brachte dann das Ergebnis genau 21 kg pure Spieglerpower und das Mitte April. Das ist leider geil! (Das fand der Spiegler wohl auch als er sich den Snowman mit dem 20er Leider Geil schmecken ließ). 


An einem Samstag Mitte Mai erlebte ich dann das absolute Highlight. Bei einem Kurzansitz von 7 Stunden und rapidem Temperatursturz von 25 Grad auf 11 Grad wagte ich mein Glück in der Flachwasserzone. Es herrschte kalter Nord-Nordwest-Wind. Als Rig wählte ich das Chodrig. Ich beköderte einen gelben 20er Exotic Popup und fütterte nur Savor Pellets "Scopex" und eine handvoll 20er "Leider Geil". Ich war gerade dabei meine 2. Rute zu beködern, als sich mit einen kurzen "Piep" mein Bissanzeiger meldete. Doch dann Vollrun und ich lief so schnell wie möglich zur Rute, da ich vor Unterholz fischte. Das Ergebnis war ein Spiegler, der bereits Verletzungen vom Laichen mit sich trug. Ich warf die Rute wieder auf den gleichen Spot und fütterte wenig Pellets und Boilies nach. Nachdem die Rute erneut auf meinem Spot lag, meldete sich nach ca. 4 Stunden mein Bissanzeiger mit drei kurzen Pieptönen. Ich fischte mit fast geschlossener Bremse und als ich zur Rute kam, sah ich dass die Rutenspitze in Richtung Unterholz zeigte. Ich spürte den Fisch und hoffte dass er sich nicht festsetzte.

Meine Rute bog sich bis ins Handteil. Ich hatte ihn unter Kontrolle und langsam stieg er hoch zur Oberfläche. Sein Schuppenbild glitzerte in der Sonne. Nun war der Moment gekommen und mein Angelkollege Carsten konnte ihn keschern. Er sagte: Wow, was für ein Hammerfisch. Glückwunsch.Wir trugen ihn zur Abhakmatte. Noch hochkonzentriert vom Drill realisierte ich erst jetzt was für einen wunderschönen und makellosen Karpfen ich da zum Landgang überreden konnte. 

Ein gelber 20er Exotic Pop-up präsentiert am Chodrig brachte den Erfolg. Der 6er Korda Choddy saß bombenfest. Die Waage bestätigte das Ergebnis von 20,5 kg. 

Und für alle die meinen das es sich um einen Paylake handelt, da muss ich euch enttäuschen. 

Hier haben die Karpfen keine Namen. Ich befische dieses 14 ha Gewässer seit 5 Jahren mit Tageskarten wo Boote, Echolot und Nachtangeln verboten ist. Hier muss man intensive Vorarbeit leisten und das Gewässer erkunden, denn es ist sehr verwinkelt und weist die unterschiedlichsten Strukturen auf. Ebenso ist das Angeln, abhängig von Sommer- und Winterzeit, nur zu gewissen Uhrzeiten erlaubt. Das heißt tagtäglich Tackle auf- und abbauen.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man nach all den Jahren für die investierte Zeit, die Mühe, die Hartnäckigkeit und den vielen Tageskarten mit so einem Megafisch belohnt wird. Ich bin happy und stolz, denn das ist mein neuer PB im Inland und ich bin mir sicher dass dort noch mehr verborgene Schätze schwimmen.

Bei diesem Kurzansitz konnte ich noch einen weiteren Spiegler fangen und somit lag ich mit meiner Taktikänderung, an diesem Tag das Chordrig einzusetzen, goldrichtig, denn alle drei Karpfen konnte ich somit überlisten und dazu noch meinen PB im Inland fangen. 

Dann war es endlich soweit und wir starteten am 30.05. unsere gebuchte Angeltour zum Bomba Hunter See in der Nähe von Braunschweig. Ein über 7 ha großer See mit gutem Fischbestand, den man für sich alleine mieten kann, die idyllische Lage und zum Übernachten eine Hütte, die sich auf einem schwimmenden Angelsteg befindet. Über die Monate hinweg wurde der See auch auf Facebook immer bekannter und somit konnte ich weitere Eindrücke sammeln, die die Vorfreude noch mehr steigen ließ. Nach mehreren Staus und Pausen erreichten wir nach 8 Stunden unser Ziel. Ich war sprachlos beim Anblick dieses wunderschönen Sees. Wir wurden herzlich von Jörg und seinem Hund Paule in Empfang genommen. Er machte mit uns einen Rundgang und erklärte uns alles. Anschließend machten wir untereinander die Platzwahl aus. Die Stunden vergingen wie im Flug bis alles ausgeladen, aufgebaut und an seinem Platz stand. In der Dämmerung fingen wir an unsere Ruten per Boot rauszufahren. Ich legte meine Ruten, ohne noch groß mit Echolot nach Spots zu suchen, ab, denn ich wollte am nächsten Morgen ausgeruht auf die Suche gehen. Nachdem alle Ruten lagen grillten wir gemütlich und genossen den Anblick dieses Angelparadies. Die Nacht verlief für mich ruhig. Nach dem gemeinsamen Frühstück machte ich mich nun per Boot und Echolot auf die Suche nach Spots. Da der See viel Struktur aufweist, war es gar nicht so einfach. Nach über einer Stunde hatte ich dann 3 für mich vielversprechende Spots gefunden. Bei Distanzen von 160 bis ca. 250 m legte ich meine Rute bei ca. 30 bis 60 cm Wassertiefe und bei einer Wassertemperatur von 23 Grad am Uferrand ab. Die Schwierigkeit lag darin die Montagen präzise im Flachwasser abzulegen, da diese ansonsten steil auf ca. 4 m Tiefe runter rutschten. Als Köder kamen der 20iger „Der Gerät“, 20iger „Leider Geil“ als Boilie & Dumbellz und der „SR Squid“ (den ich mir farblich und in abgewandelter Form mit zusätzlich gecrushten Seidenraupen als Dumbellz abrollen ließ) zum Einsatz. 

Als Eyecatcher diente ein purple Popup-Dumbell. Um den Köder herum fütterte ich noch meinen Partikelmix bestehend aus Maple Peas, Hanf, Seidenraupen und ca. 250 g der jeweiligen Boiliesorte.

Ich hatte gerade die Ruten liegen, als die 1. Rute auf den SR Squid schon ablief. Mein 1. Fisch am Bomba Hunter See war eine schöne Schleie. Ich beköderte die Rute neu und fuhr sie wieder auf den Spot. Ich sah, dass von den Dumbellz schon einiges gefressen wurde und fütterte noch wenig nach. Gegen späten Nachmittag überraschte uns ein heftiges Unwetter, das sich aber nach ein paar Stunden verzog. Auch an diesem Abend grillten wir und saßen gemütlich beisammen. Frische Luft macht müde und so gingen wir alle zeitig schlafen. In den frühen Morgenstunden wurde ich dann durch einen Vollrun aus dem Schlaf gerissen. Ich rannte aus der Hütte zu meinem Rodpod und fing an zu drillen. Ich spürte heftige Kopfschläge und dann nichts mehr. Ich dachte der Fisch sitzt irgendwo im Unterholz fest. Doch plötzlich zog er mit Vollgas rechts in eine Bucht und ich hatte Mühe ihn auf die Entfernung unter Kontrolle zu bekommen. Plötzlich kam er auf mich zu geschwommen und versuchte eine Flucht ins Seerosenfeld. Was ihm auch gelang. Ich sah dass es ein Spiegler war und ich war überrascht wie kampfstark diese Fische hier sind. Nach einem fast halbstündigen Drill landete er sicher im Kescher. Wow was für ein Fisch. Ich ließ es mir nicht nehmen mit diesem tollen Spiegler im Wasser ein paar schöne Aufnahmen zu machen. Der Bann war gebrochen. SR Squid bescherte mir diesen Spiegler.


Nach dem Frühstück beköderte ich die Ruten frisch und fuhr sie per Boot wieder an die Spots. Die Sonne brutzelte an diesem Tag und die Temperatur stieg rapide an. Am späten Nachmittag meldete sich dann mein Bissanzeiger. Es war die Rute mit der weitesten Distanz von knapp 250 m. Ich drillte und hatte wieder das Gefühl das der Fisch festhängt, doch das war nicht der Fall. Wieder verging ein langer Drill bis ich sah das es sich um einen weiteren Spiegler handelte. „Der Gerät“ sollte es diesmal richten und bescherte mir einen Karpfen mit einem besonders schönen Schuppenbild auf dem Rücken. Ich fuhr die Rute erneut aus und konnte anhand der Poolbrille viele Karpfen neben dem Boot herschwimmen sehen.

Da geht einem das Herz auf. Gegen Abend beobachtete ich vom Steg aus das sich ein Schwarm von Karpfen im Flachwasserbereich bei der Angelhütte tummelten und ich ahnte schon was da im Gange ist, denn die Karpfen waren laut Aussage von Jörg noch nicht der Laich. Die Karpfen zogen vor unseren Augen das volle Programm ab und es war faszinierend das so nah mitzuerleben. Gegen Abend bestellten wir super leckere Pizza, die uns bis an den See geliefert wurde und ließen den Tag ausklinken. Die Nacht verlief ruhig bis auf die Karpfen, die uns mit wildem Plätschern wachhielten. 

Am nächsten Morgen beköderte ich eine Rute mit einem 20er „Leider Geil“ Potted Hook Bait Dumbell. Dieser gesoakte Hookbait gibt über Stunden zusammen mit dem verwendeten Flavour eine tiefrote und kräftige Farbe ins Wasser ab. Als ich die Montage am Spot auslegte, konnte ich beobachten wie die rote Wolke freigesetzt wurde. Ich fütterte noch ein paar Leider geil-Dumbellz dazu. Ich war gerade wieder am Ufer als eine Rute ablief. Auf den SR Squid fing ich eine riesige Lachsforelle und wollte gerade ein Foto machen, als die Rute mit dem Leider Geil-Hookbaits auch ablief. Die Lachsforelle kam schnell zurück in ihr Element. Nach ca. 20 Minuten landete ein weiterer massiver Spiegler sicher in meinem Kescher. Nun hieß es erst mal beide Ruten wieder neu beködern und rausfahren.

Am Abend fing ich noch eine weitere schöne Schleie auf den SR Squid. Die Nacht verlief ruhig. So brach der vorletzte Tag an und jeder gab noch mal alles, um den ein oder anderen Karpfen an Land zu ziehen. Ich war mit meinen bisher 3 gefangenen Spiegler unter den gegebenen Umständen mehr als zufrieden. Ich äußerte den Wunsch dass ich mich zum Abschluss noch riesig über einen Graser oder einen Schuppi freuen würde. Am späten Nachmittag kam Jörg vorbei und lud uns zum letzten Abend am Bomba Hunter See zum Grillen ein. Wir waren gerade in der Vorbereitung als sich mein Bissanzeiger mit einem kurzen Piep meldete.

Ich lief sofort zur Rute und beobachte den Swinger. Es tat sich nichts, doch mein Gefühl sagte das ich anhauen sollte. Gerade aufgrund der weiten Distanz kann man nie wissen, ob nicht doch ein Fisch dran ist. Ich hatte Fischkontakt und es fühlte sich eher wie eine Schleie an, zumindest am Anfang. Jörg und meine bessere Hälfte kamen hinzu und waren gespannt. Der Fisch kam immer schneller auf mich zu geschwommen. Dann kurz vor dem Steg traute ich meinen Augen nicht. Zum Vorschein kam ein riesiger Graser. Mir wurde heiß und kalt, denn ich wusste dass sie richtig Dampf haben. Er versuchte immer wieder die Flucht in die Tiefe und unter den Steg. Jörg fieberte mit und lobte mich, wie super ich den Graser drillte.

Ich dachte nur, na hoffentlich verlier ich den jetzt nicht. Nach knapp 20 Minuten war es dann soweit und er war bereit für den Kescher. Mein Mann hob ihn hoch zur Abhakmatte und wünschte mir ein dickes Petri. Ich brach in Freuden-tränen aus. Jörg drückte mich und gratulierte mir. Ein makelloser Graser mit 19,1 kg lag da vor mir in der Abhakmatte. Dem SR Squid mit dem purple Popup-Dumbell konnte der Graser nicht widerstehen. Mein Wunsch wurde erfüllt und ich konnte es nicht glauben. Nachdem der Graser wieder zurück in seinem Element war, stießen wir mit einem kühlen Bier an und der Grillabend konnte beginnen.


Jörg verwöhnte uns mit Grillsalat, Knoblauchbaguette, Grillspießen, Würstchen und vielen weiteren Leckereien. Gegen 21:00 Uhr wurde Jörg von seiner Frau abgeholt und so ging auch dieser Abend viel zu schnell vorbei. Die letzten Stunden bis zur Abreise brachen an und was soll ich sagen gegen 5.30 Uhr wurde ich durch einen Vollrun aus dem Schlaf gerissen. Das war der kampfstärkste Karpfen von dieser Session und beim Anblick seines Kopfes war das auch kein Wunder. Ein 20iger Leider Geil-Dumbell in Kombination mit dem purple Popup-Dumbell brachte mir diesen mega Fisch.

Nach einem kurzen Fotoshooting hieß es nun das letzte Frühstück zu genießen. Jörg kam uns gegen 9:00 Uhr auf Wiedersehen sagen und für uns hieß es nun Abschied nehmen. Die Zeit am Bomba Hunter See verging viel zu schnell. Ich nehme viele neue Erfahrungen mit, denn einfach ist das Angeln dort nicht. Fasziniert hat mich neben den Karpfen, die idyllische Lage des Sees, die vielen Eisvögel, die man beobachten konnten und das Schlüpfen der Libellen. 

 

So vergingen die Monate wie im Flug. In den Monaten Juni/Juli &August konnte ich kontinuierlich weitere schöne Karpfen auf die Matte legen. Darunter war auch ein schöner dunkler Schuppi. Dann ging es schon auf Richtung Herbst zu und meine letzte Session war Ende September die ich mit zwei Spiegler beendete. Aus gesundheitlichen Gründen war leider kein weiterer Ansitz in 2016 mehr möglich.

Das war mein Jahresrückblick 2016 und ich bin gespannt was mich 2017 erwartet. 

Ich wünsche Euch alle ein erfolgreiches und fischreiches Jahr.


Eure

Stefanie Erbel


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